Weihnachten

Weihnachten im Nordwesten von Mosambik: Nachmittags am 24. haben wir drei Häuser von Ordensschwestern besucht und Geschenke überreicht. Wir das sind Adelino und Augusto, die beiden Jesuitenscholastiker, mit denen ich hier in Satemwa zusammen lebe, und ich. Es herrscht ein gutes Verhältnis zwischen den Jesuiten und den Schwestern und bei einem Besuch bekommen wir immer etwas angeboten. Wir unterhalten uns, lachen viel, tauschen uns aus.
Wir mussten uns dann beeilen, um rechtzeitig in die Christmette zu kommen, die schon um 19 Uhr anfing. Dort war mir ein Krippenspiel angekündigt worden, was aber nicht stattfand. Dafür wurden 25 Kinder getauft ( in der nahegelegenen Kleinstadt Ulongue waren es sogar 88 und am 25. Dez. nochmals 65 Kleinkinder- die Erwachsenentaufen finden in der Osternacht statt, erklärte mir der Pfarrer).
Im Anschluss an den Gottesdienst haben wir gegrillt: Hähnchen und Bratwürste, die Beilagen waren vorbereitet. Es gab Wein aus Südafrika und Bier aus Mosambik. Unsere Unterhaltung kreiste über verschiedene Weihnachtsbräuche weltweit.
Am ersten Weihnachtsfeiertag sind wir nach Lifidzi gefahren, wo es ebenfalls eine Jesuitenmission gibt. Die recht große Kirche war rappelvoll, und weil wir uns verspätet hatten, bekamen wir auch keinen Sitzplatz mehr. Es wurde viel getanzt und gesungen und es wurden feierliche Ansprachen gehalten. Zur Gabenbereitung wurde nicht nur Geld eingesammelt, sondern die Gläubigen konnten auch Naturalien nach vorne bringen, die später unter den Bedürftigen der Gemeinde verteilt werden.
Pater Joaquim hat uns im Anschluss zum Essen eingeladen und da wurde nicht gekleckert:


Die sozialistische Regierung spricht übrigens beim 25. Dezember nicht von Weihnachten, sondern vom "Tag der Familie ". Der 26. ist hier kein offizieller Feiertag.